Exerzitien mit P. Pius

Sie sind hier: Startseite Persönliches Osterbriefe 2021

Startseite
Jahresprogramm
Vorschau
Predigten
Vorträge
Bildmeditationen
Geistliche Impulse
Persönliches
   Lebenslauf
   25.jähriges Prieserjubiläum
   Predigt zum Tod meiner Mutter
   Predigt zum Tod meines Vaters
   Predigt zum Tod meiner Patentante
   Osterbriefe
   Weihnachtsbriefe / Jahresrückblicke
Fotogalerie
Kontakt
Links
 
 
 
 

Osterbrief 2021

Liebe Besucher meiner Internetseite!

 

„Jesus ist wahrhaft auferstanden!“

Das Grab ist leer, der Tod ist besiegt.

 

Was denken Sie, was fühlen Sie, wenn Sie das lesen oder hören?

Kommt es Ihnen unglaublich vor? Sagen Sie: tot ist tot, aus ist aus? Fertig und nichts weiter? – Oder ist für Sie die Osterbotschaft eine gute Nachricht, hoffnungsvoll, frohmachend, befreiend?

 

 

Ein Blick in die Natur kann uns helfen, dem Geheimnis von Tod und Leben auf die Spur zu kommen.

 

Bei Ernst Ginsberg finden sich die Zeilen:

 

„Zur Nacht hat ein Sturm

alle Bäume entlaubt,

sieh sie an, die knöchernen Besen.

Ein Narr, wer bei diesem Anblick glaubt,

es wäre je Sommer gewesen.

Und ein größerer Narr, wer träumt und sinnt,

es könnte je wieder Sommer werden.

Und grad diese gläubige Narrheit, Kind,

ist die sicherste Wahrheit auf Erden.“

 

Auch in diesem Jahr – und trotz abermaligem und lang anhaltendem Lockdown und Stillstand – erwacht der Frühling wieder. Forsythien blühen, Osterglocken, Magnolien... Überall keimt, knospt und blüht es.

 

Der Frühling verzaubert die Natur und bezaubert uns Menschen.

Ist das nicht zeichenhaft für die Sprengkraft dessen, der sein Grab aufgesprengt hat? – Aber nicht nur sein, sondern auch unser Grab!

 

Wir bleiben zwar sterbliche Menschen und teilen mit Christus das unabänderliche Los des Todes. – Doch Tod und Resignation haben ihr Letztes und Bestimmendes verloren. Denn „Jesus hat den Tod bezwungen und uns allen Sieg errungen“, wie wir in einem Osterlied singen. Jesus lebt. Mit ihm auch ich und wir!

„Gläubige Narrheit – sicherste Wahrheit“ (E. Ginsberg)

 

Was Auferstehung heißt, hat meines Erachtens Ute Weiner sehr schön und treffend folgendermaßen in ein Gebet gebracht:

 

„Auferstehung heißt:

 

aus meinem Dunkel

in das Licht Deines

gütigen Angesichts;

 

aus meiner Angst

in den Mantel Deines

liebenden Erbarmens;

 

aus meiner Einsamkeit

in die Geborgenheit Deiner

zärtlichen Umarmung;

 

aus meinen Wunden

in den Herzschlag Deiner

verständnisvollen Sehnsucht;

 

aus meinem Todesschatten

in die Verheißung Deiner

lebensspendenden Fülle.“

 

Ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Seien und bleiben Sie gesund und behütet!

 

Es grüßt Sie

 

Ihr Pater Pius Kirchgessner, Kapuziner

 

   Druckansicht

 

Seitenanfang