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Ich
danke dir, dass du es bist,
der meine Grenzen zieht,
nicht das Schicksal, nicht die Natur.
Ich danke dir, dass du mich zu einem
Begrenzten Geschöpf gemacht hast,
mit begrenzten Möglichkeiten,
mit begrenzter Verantwortung
mit begrenzter Zeit.
Hilf mir, ich bitte dich,
meine Grenzen bescheiden zu erkennen,
damit ich nicht alles allein tun will,
damit ich Aufgaben abgeben kann
und mich nicht für unersetzlich halte,
sondern froh bin, dass ich auf andere,
die du auch berufen hast, angewiesen bin,
und lehre mich, wenn es Zeit ist,
abzugeben und abzutreten.
Amen
Helmut Gollwitzer
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