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„Asche auf mein Haupt“ – oft so leicht dahingesagt, bei
einem Missgeschick oder kleinen Verwerfungen.
„Asche auf mein Haupt“ – das heißt so viel wie: Okay,
ich war´s. Ich stehe zu meiner Schuld.
Mit der Asche an der Stirn in Form eines Kreuzes beginnt
die österliche Bußzeit. Als Zeichen, dass es etwas zu
bereinigen gibt. Schuld, Versagen, Schwächen.
Das Aschekreuz erinnert, aber es erdrückt nicht.
Österliche Bußzeit heißt nämlich nicht, sich trübsinnig
in eigenen Schuldgefühlen verstricken und an nichts
anderes mehr zu denken. Österliche Bußzeit heißt
innerliche Befreiung: von alten, oft selbst auferlegten
Zwängen und von allem, was uns schuldbedingt klein
macht. Österliche Bußzeit heißt Aufbruch zum
eigentlichen Leben.
Gott hat den Weg dafür schon frei gemacht, hat unsere
Schuld beglichen – am Kreuz.
Andreas Wilke
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