Exerzitien mit P. Pius

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Das Fest fand nicht statt

(nach einer chinesischen Parabel)

 

Die Brautleute waren arm, aber eine schöne Hochzeit wollten sie doch feiern und viele Menschen dazu einladen. Geteilte Freude ist doppelte Freude, dachten sie. Ihre Freude sollte ansteckend sein und allen Trübsinn überwinden.

 

Darum baten sie ihre Gäste, jeder möge zum Fest einen Krug Wein mitbringen. Am Eingang würde ein großes Fass stehen, in das alle ihren Wein gießen könnten. So sollte einer die Gabe des anderen trinken, und alle sollten mit allen froh sein.

 

Das Fest begann. Es kamen viele Gäste. Keiner war ausgeblieben, und alle schöpften aus dem großen Fass. Doch wie tief war das Erschrecken der Brautleute und ihrer Gäste, als sie merkten, dass in den Bechern nichts als Wasser war. Versteinert starrten sie sich an. Jeder von ihnen hatte gedacht: Den einen Krug Wasser, den ich in das Fass an der Tür gieße, wird niemand schmecken.

 

Nun wussten sie, dass jeder gedacht hatte:

Heute will ich auf Kosten anderer feiern. Da erfasste alle Gäste Unsicherheit und Scham. Als noch vor Mitternacht das Flötenspiel verstummte, gingen alle schweigend und bedrückt nach Hause:

Jeder wusste: Das Fest hatte nicht stattgefunden.

 

 

Eine Antigeschichte zur Hochzeit von Kana, auf der Jesus Wasser in Wein verwandelt, damit das Fest weitergeht. Ein Fest kann nur stattfinden, wenn jeder dazu beiträgt. Freude kann sich nur vermehren, wenn sie geteilt wird.

Je mehr wir Traurigkeit in Freude verwandeln, desto mehr wird unser Leben jetzt schon zum Fest und weist hin auf die noch größere Freude, die uns einmal erwartet.

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