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Du gehst hinein ins eigene Labyrinth deines Lebens
Und siehst vor dir gewundene Pfade.
Langsam und bedächtig wagst du die ersten Schritte und
findest dich mittendrin im Gewirr des Weges.
Bald verspürst du Sicherheit,
verlierst beim Gehen die Angst,
weil du eine Mitte hast, die dich hält,
ein Ziel, auf das alles hinausläuft.
Doch plötzlich schlägt der Weg eine andere Richtung ein.
Eine neue Wirklichkeit umgibt dich.
DU durchlebst eine Gratwanderung am äußersten Rand des
Labyrinthes.
Abgründe tun sich auf.
Ist dein Leben in Gefahr?
Ist die Sicherheit, die dich umgab, verschwunden?
Wärme verwandelt sich in Kälte,
Geborgenheit wird verdrängt durch Verlassenheit,
Gemeinschaft ist verschwunden,
die Angst vor dem Alleinsein wächst,
ein Gefühl der Einsamkeit breitet sich aus.
Doch die Hoffnung lebt in dir,
denn du weißt um die Mitte,
sie gibt dir neuen Mut,
sie muntert dich auf, weiterzugehen,
sie verspricht Zukunft.
Wenn ich mein Leben als einen Weg durch ein Labyrinth
sehe,
dann erlebe ich Ängste und Unsicherheiten und
kann doch offen und mutig voranschreiten,
denn Gott ist die Mitte,
denn Gott trägt und begleitet mich.
Aus: Angedacht, Grünewald-Verlag
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