Exerzitien mit P. Pius

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Schutzmantelmadonna

(Bildmeditation zu einem Werk von Egino Weinert) 

Groß steht sie da. Ihre Gestalt reicht vom unteren Bildrand bis zum oberen, von der Erde bis zum Himmel.

Stark und fest steht sie in der Mitte des Bildes, zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen, Maria als Mittlerin, Fürsprecherin und Beschützerin.

 

Ihren rechten Arm hat sie waagrecht bis zum Bildrand ausgestreckt. Die Hand fasst fest den Mantel und hält ihn einladend offen.

Mit dem anderen Arm trägt sie das Jesuskind und hält es mit großer starker Hand. Dadurch öffnet und weitet sich der Mantel auch auf der linken Seite.

 

Hüben und drüben haben sich unter dem Mantel Menschen eingefunden, Frauen und Männer, Kinder und Greise.

Sie knien und falten die Hände. Sie blicken empor, beten, bitten, danken.

Trost und Hoffnung, ja Freude drückt sich in ihren Gesichtern aus. Es scheint, dass es diesen Menschen gut geht bei Maria.

Sie haben bei ihr Zuflucht und Schutz gefunden. Sie fühlen sich sicher, behütet, geborgen.

 

Die Frau, das große Zeichen, trägt den „Segen“, die Ursache der Freude und des Glücks auf ihrem Arm: ihren Sohn, den verheißenen Heiland, durch den alle Völker der Erde gesegnete werden, Jesus, das Heil der Welt. „Er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“

 

Das göttliche Kind breitet die Arme aus wie zum Friedensgruß.

Es ist, als wolle Jesus alle einladen und an sich ziehen:

„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid.“

Doch ist es nicht auch schon die Haltung der ausgebreiteten Arme am Kreuz? „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.“

Erinnern die ausgebreiteten Arme Jesu nicht auch an die Himmelfahrt? „Während er sie segnete wurde er zum Himmel emporgehoben“ (Lk 24,51). Und an die Wiederkunft? „Er wird ebenso wiederkommen“ – segnend!

 

Aber was wird die Erlösungstat Jesus kosten? Das blutrote Kleid, der blutrote Heiligenschein erinnern an den Keltertreter.

Jesu zieht sich die Schuld der Welt an, nimmt sie auf sich

und wandelt das Sündenrot in das glühende Rot der Liebe.

 

Ebenso rot wie das Kleid des Jesuskindes schlängelt sich vom Paradiesbaum die Schlange hervor. Nicht glühend vor Liebe, sondern glühend vor Bosheit und Hass sprüht sie Gift und Galle gegen die Kinder Gottes.

Maria bietet Schutz. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Untier, dem ihr Sohn den Kopf zertreten wird.

 

Eine Hand des Jesuskindes zeigt in Richtung Paradiesbaum, an dem vier rote Früchte prangen. 4 ist die Zahl für das Irdische.

Die andere Hand zeigt nach der gegenüberliegenden Seite, dorthin, wo die Hand Gottes, des himmlischen Vaters mit drei ausgestreckten Segensfingern auf Mutter und Kind hinweisen: auf die „Gesegnete (unter den Frauen) und die gesegnete Frucht ihres Leibes.“ 3 ist die Zahl des Göttlichen.

 

Auf der göttlichen Seite (zur Rechten Marias) kommt mit der Hand Gottes gleichzeitig auch der Hl. Geist in Gestalt einer Taube. Die Flügel und der Körper bilden einen Kreis, oder genauer: zwei Kreise, dunkelblau und hellblau. Die hellblaue Farbe erinnert an das Wasser. „Der Geist Gottes schwebte über den Wassern“, heißt es im Schöpfungsbericht. Um den Kopf der Taube bildet sich ein roter Kreis. Oder sind die Kreise Kugeln? „Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis.“ „Ich werde erschaffen einen neuen Himmel und eine neue Erde.“

Die Taube, der Geist, hat die gleiche Farbe wie der Heiligenschein der Gottesmutter. „Heiliger Geist wird über dich kommen.“ – „Mir geschehe…“ – „Und das Wort ist Fleisch geworden.“

 

Neue Hoffnung blüht auf wie eine geheimnisvolle Rose (rosa mystica) am linken unteren Bildrand.

 

„O Mutter der Barmherzigkeit, den Mantel über uns ausbreit.

Uns all darunter wohl bewahr zu jeder Zeit in aller Gefahr. Patronin voller Güte, uns allezeit behüte!“

 

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin…“

 

(Einige Gedanken und Formulierungen verdanke ich Irmgard Mauch)

 

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