Exerzitien mit P. Pius

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"Innig, herzhaft, Freude pur"

(Fastnachts-Predigt)

Ihr Frauen, Männer, liebe Leute,

erlaubt, dass ich die Predigt heute

an diesem schönen Fastnachtstage

einmal ein wenig anders sage.

 

Ja, liebe Leut‘, ich will es wagen,

die Predigt heut gereimt zu sagen.

Spitzt die Ohren, alt und jung!

Seht es nicht als Zumutung!

 

Narrenzeit ist ausgebrochen,

bringt den Harmersbach zum Kochen.

Frohsinn, Lachen, Heiterkeit

prägen diese Jahreszeit.

 

Im Hambe, da ist einiges los,

die Stimmung, die ist ganz famos.

Da wird gefeiert, da ist man froh,

hier zu Land war`s immer so.

 

Allerdings, wir versteh‘n uns recht,

hier bloß Gaudi, das wär schlecht.

Ne`Predigt is kei Büttenred,

um`s Gotteswort es bei uns geht!

 

Nichts gegen Gaudi, gegen Witze,

doch hier bringt mich die Pflicht ins Schwitze,

das Gotteswort Euch so zu künden,

dass Hilfe Ihr könnt darin finden,

dass Ihr erfahret Trost und Mut

und der Kirchgang gut euch tut,

Freude, Glück Zufriedenheit

nicht erst in der Ewigkeit.

 

Heut schon soll‘n wir uns nicht sorgen,

denken nicht zuviel an morgen!

Hoffen, beten, glauben, singen,

so wird`s Leben uns gelingen.

 

Macht es wie die tücht`ge Nonne!

Morgens sagt sie voller Wonne:

„I mag di Gott, wie bin i froh!“

Am Abend sagt sie: „Immer no!“

 

Ein kurz Gebet, zwei Worte nur,

doch innig, herzhaft, Freude pur!

Das ist Balsam für die Seele.

deren Pfleg ich euch empfehle.

 

Freunde, hier liegt vieles brach.

Die Seele, sie hinkt hinten nach.

Wirklich wahr, ist`s nicht ein Jammer?

Die Seel gleicht oft ner Rumpelkammer.

 

Bei manchem ist die Seel erkrankt,

doch gibt es da, Gott sei’s gedankt,

ihr, lieben Leute, glaubt es nur,

eine ganz besondere Kur.

 

Mehr als Schminke und so Sachen

hilft hier Heiterkeit und Lachen.

Lachen, Liebste, in der Tat,

macht die Runzeln wieder glatt.

 

Lachen in der Medizin

bringt Gesundheit, bringt Gewinn

für das triste Angesicht.

Oder, Leute, wisst Ihr nicht,

 

dass ein Mensch beim Lachen gegen

13 Muskeln tut bewegen,

während Griesgram ihn recht schlaucht,

weil er 60 Muskeln braucht.

 

Habt Humor drum, Schwestern, Brüder,

heute, morgen, immer wieder,

lacht und macht das Herz recht weit

nicht nur in der Fasnets-Zeit!

 

In aller Sorg, in aller Not,

nehmt Zuflucht doch bei unserm Gott!

Dass er uns liebt – bedingungslos,

ist das nicht toll, unfassbar groß?

 

Es fällt kein Haar von unserm Haupt,

wenn’s Gott nicht will, es nicht erlaubt.

Kein Vogel fällt aus seinem Nest,

denn Gott, der Herr, er hält ihn fest.

 

Wir glauben, selbst am Grabesrand,

Gott hält uns gut in seiner Hand.

Wenn alles aus ist und Gott handelt,

wird Tod in Leben umgewandelt.

 

Vertraut auf Gott! Lasst ihn nur walten!

Er wird euch wunderbar erhalten.

Denn welcher seine Zuversicht

auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

 

Es kommt die Predigt nun ans Ende.

Wir falten wieder unsre Hände.

Und sagen Gott, dem guten Herrn,

dass wir ihn preisen, loben, ehrn

 

mit einem Herzen froh und heiter

heute, morgen und so weiter.

Er ist der Grund all unsrer Freude

an jedem Tag und drum auch heute.

 

Lassen wir den Griesgram los,

diese üble, trübe Soß!

Loben wir nun Gottes Namen

kräftig und mit lautem: „Amen“!

 

 

Und nun, ihr Leut‘, steht auf, singt mit!

Stimmt kräftig ein in unser Lied!

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