Exerzitien mit P. Pius

Sie sind hier: Startseite Geistliche Impulse ... zu sonstigen Anlässen Bewegende Bilder

             Was ist neu powered by crawl-it
Startseite
Jahresprogramm
Vorschau
Predigten
Vorträge
Bildmeditationen
Geistliche Impulse
   ... zur Adventszeit
   ... zu Weihnachten
   ... zur Fastenzeit / Karwoche
   ... zu Ostern
   ... zu Pfingsten
   ... im Laufe des Kirchenjahres
   ... zu sonstigen Anlässen
   ... zum Umgang mit der Zeit
   ... zur Stille / Mitte
   Gebete
   Geschichten / Legenden
Persönliches
Fotogalerie
Kontakt
Links
 
 
 
 

Bewegende Bilder

Es gibt Bilder, die prägen sich ganz tief ein. Und dann tauchen sie ab und zu in unserer Erinnerung auf, beschäftigen und bewegen uns, wühlen uns noch nach langer Zeit auf, lösen wieder neu Entsetzen und Fassungslosigkeit aus.

   Für mich gehören dazu die Bilder von den beiden Flugzeugen, die am 11. September 2001 in die Türme des World Trade Center in New York rasen; die Bilder von den brennenden und in sich zusammenstürzenden Hochhäusern, von Menschen, die sich in Panik aus dem Fenster stürzen; die Bilder von müden und erschöpften Feuerwehrleuten und Helfern, von verzweifelten Angehörigen; die Bilder vom zerstörten Flügel des Pentagon in Washington.

   „Nichts wird mehr so sein, wie es war“ – hat man zwar unmittelbar nach den verheerenden Terroranschlägen gesagt. „Nine Eleven hat die Welt verändert“. Aber der Alltag ist doch wieder eingekehrt, und seine Anforderungen haben uns schnell in Beschlag genommen. Die Kirchen, die sich kurz nach den furchtbaren Ereignissen gefüllt hatten, sind so leer wie zuvor. Zumindest diejenigen, die nicht unmittelbar vom Leid getroffen waren, sind inzwischen zur Tagesordnung übergegangen. Es wäre ja auch gar nicht gesund, in permanenter Trauer oder in ständigem Zorn über das Unrecht zu leben, das vielen damals angetan wurde.

   Umso wichtiger ist es, den 11. September bewusst als Gedenktag zu begehen – damit wir dem Vergessen vorbeugen und die Bilder wieder lebendig werden lassen. Damit wir durch sie aufgerüttelt und gewarnt werden vor Hass und Gewalt. Dass wir neu spüren, dass gesundes und glückliches Leben alles andere als selbstverständlich ist. Damit wir die Vision vom Frieden und den Wunsch nach einem respektvollen und toleranten Zusammenleben der Völker und Religionen wachhalten. Damit wir wieder den Impuls bekommen, in unserer Umgebung einen verständnisvollen Umgang zu pflegen und wenigstens kleine Schritte des Friedens zu gehen.

 

Wolfgang Raible, in: Die Botschaft heute 7/2017 S. 274

   Druckansicht

 

Seitenanfang