Exerzitien mit P. Pius

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Widerstehen

zum Evangelium am 1. Fastensonntag im Jahreskreis; Lesejahr C – Lk 4, 1 - 13

Man muss gewiss den schweren Versuchungen mit unüberwindlichem Mut widerstehen, und der errungene Sieg ist ohne Zweifel sehr wertvoll; trotzdem ist es noch nützlicher, die zahlreichen kleinen Versuchungen tapfer zu bekämpfen. Wölfe und Bären sind gewiss gefährlicher als Mücken, sie plagen, ärgern und reizen uns aber bestimmt nicht so zur Ungeduld. Es ist nicht schwer, sich eines Mordes zu enthalten, wohl aber, alle kleinen Zornausbrüche zu unterdrücken, wozu fast jeden Augenblick Gelegenheit ist. Es ist leicht, den Diebstahl zu meiden, schwerer dagegen, fremdes Gut nicht zu begehren; leicht, keinen Meineid zu schwören, aber schwer, in Gesellschaft immer ganz bei der Wahrheit zu bleiben; leicht, dem Nächsten nicht den Tod zu wünschen, schwer, ihm einen Nachteil nicht zu gönnen; leicht, ihn nicht zu verleumden, schwer, ihm keine Geringschätzung zu zeigen.

Mit einem Wort: Diese kleinen Versuchungen zu Zorn, Argwohn, Eifersucht, Neid, Eitelkeit, Doppelzüngigkeit und unanständigen Gedanken, das sind die ständigen Plagen. Deshalb müssen wir uns sorgfältig für diesen Kampf rüsten. Sei versichert: so viele Siege über diese kleinen Feinde, so viel kostbare Perlen, die uns Gott in seiner Herrlichkeit bereithält. Darum wiederhole ich: Wir sind entschlossen, schwere Versuchungen zurückzuweisen, wenn sie uns überfallen sollten, inzwischen aber wollen wir uns bemühen, den kleineren und schwächeren Angriffen zu widerstehen.

 

Franz von Sales

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