Exerzitien mit P. Pius

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Mit dem Herzen dabei

22. Sonntag im Jahreskreis; Lesejahr B; Mk 7, 1 - 8.14 - 15.21 - 23

 

Das heutige Evangelium zeigt eine Gefahr auf, die in jeder rituellen, religiösen Handlung steckt: Sie wird nur noch äußerlich vollzogen, aber das Herz ist nicht mehr beteiligt. Die Worte eines Gebetes werden gesprochen, aber der seelische Bezug zu diesem Gebet ist verloren gegangen. Oder nehmen wir das klassische Freitagsgebot: Man kann am Freitag kein Fleisch essen, weil der innere Verzicht mit dem Leiden Jesu Christi am Karfreitag verbindet, oder man hält das Gebot aus bloßer Gewohnheit, gedankenlos und womöglich noch mit einem Delikatessfisch.

 

Weil diese Gefahr so alt ist wie die rituellen Handlungen selber, treten immer wieder Propheten auf, die vor veräußerlichtem Vollzug warnen. Sie klagen das Herz und die innere Beteiligung ein. Sie zeigen, dass es um Gott geht, um das Freiwerden und Reinwerden für ihn, und nicht um die Erfüllung menschengemachter Gebote. Im Evangelium übernimmt Jesus diese Prophetenrolle. Er kritisiert diejenigen, die ohne Herz religiöse Vorschriften erfüllen, und diejenigen, die diese Vorschriften einfordern, ohne die religiöse Bedeutung im Blick zu haben. Jesus sagt, dass äußere Reinigungen nichts bewirken, wenn sie nicht zum Symbol für eine innere Reinigung werden. Der Evangelist Markus geht sogar noch weiter. Er hält Reinigungen vor dem Essen, dazwischen und danach für unsinnig, denn die Speisen können einen Menschen nicht unrein vor Gott machen. Nur die Gesinnungen und die Taten eines Menschen, die von innen kommen, die machen einen Menschen unrein vor Gott. Doch dann, so könnten wir fortsetzen, helfen keine Waschungen, sondern nur die ehrliche Reue und die innere Umkehr zu Gott.

 

Verfasser unbekannt

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