Exerzitien mit P. Pius

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Maria durch ein Dornwald ging (Gl 224)

Das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ ist eines meiner liebsten Adventslieder. Ich höre und singe es immer wieder gern. Ich finde es einfach schön. Es hat eine bezaubernde Melodie. Dichterisch ist es schlicht und doch tiefsinnig.

Es ist kein Lied, das Gelehrte gemacht haben, sondern ein Lied, das sozusagen von unten kommt, aus dem Volk.

 

Geschichtliches

Wenn dieses Lied gesungen wird, dann ist Weihnachten nicht mehr weit. Ursprünglich war es aber kein Adventslied, sondern ein regionales Wallfahrtslied, das das ganze Jahr über gesungen wurde. Mitte des 19. Jahrhundert’s war es im katholischen Eichsfeld verbreitet und dann im Bistum Paderborn.

Der früheste bekannte Liedbeleg ist ein Druck aus dem Jahr 1850. Damals hatte das Lied sieben Strophen.

 

Manches spricht dafür, dass das Lied älter ist. Es gibt Datierungen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Allerdings lässt sich das nicht nachweisen und bleibt daher ungewiss.

 

Nach dem 1. Weltkrieg findet sich das Lied in seiner heutigen Fassung mit drei Strophen im Liedrepertoire der Jugendbewegung. Dadurch kommt es zu einer enormen Verbreitung.

Allerdings verliert das Lied seinen Charakter als Wallfahrtslied und wird mehr als ein geistliches Volkslied und als Marienlied gesungen und geschätzt. Nach dem zweiten Weltkrieg setzt sich das Lied dann allgemein durch und wird eines der beliebtesten Advents- bzw. Weihnachtslieder.

Als solches ist es inzwischen auch international bekannt.

 

Ins katholische Gesangbuch hat es allerdings erst 2013 Eingang gefunden und steht nun im Stammteil des neuen „Gotteslob“.

 

Biblischer Kontext

Den Hintergrund dieses Liedes bildet eine biblische Szene, nämlich der Besuch Marias bei Elisabeth (Lk 1, 39 - 45).

Der Begegnung der beiden Frauen gehen bei Lukas zwei Geburtsankündigungen voraus. Beide, Maria und Elisabeth werden auf außerordentliche und wunderbare Weise schwanger.

Elisabeth ist eigentlich viel zu alt, außerdem gilt sie als unfruchtbar (Lk 1, 7), um überhaupt noch ein Kind zu bekommen, biologisch, menschlich gesehen unmöglich. Und ist doch schon im sechsten Monat.

Maria fragt den Engel „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“

Sie ist noch Jungfrau. Sie erschreckt bei der Botschaft, die der Engel ihr bringt und überlegt, was all das zu bedeuten hat. Dann aber – auf Grund des Hinweises auf Elisabeth, ihre Verwandte – und als der Engel sagt „Für Gott ist nichts unmöglich“, ist sie bereit und spricht ihr Ja: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast.“

 

Interessant ist allerdings, dass das Lied gar nicht von der Begegnung der beiden schwangeren Frauen spricht, nicht von der Begrüßung oder was sie miteinander sprechen. Das Lied handelt vielmehr vom Weg, zu dem Maria sich aufmacht.

Im Grunde ist es nur der erste Vers der Bibelstelle, der Vers 39, der im Lied eine Rolle spielt. Er lautet: „In diesen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.“

 

Es ist dieser Weg oder besser gesagt diese Wanderung über das karge Bergland von Judäa, die im Lied weitergedacht und ausgemalt wird.

Gut 100 Km beträgt die Wegstrecke von Nazareth nach Ain Karim, dem heutigen En Kerem, 6 km von der Jerusalemer Altstadt entfernt, wo der Priester Zacharias mit seiner Frau Elisabeth wohnte.

Gut 100 Km übers Gebirge. Kein Spaziergang! Drei stramme Tagesmärsche! Nicht nur ein weiter Weg, auch kein leichter Weg, schon gar nicht für ein 14 jähriges Mädchen, das auch noch schwanger ist.

Ein mühevoller Weg, sehr beschwerlich und nicht ungefährlich. Im Lied steht für die Hindernisse, Anstrengungen und Gefahren das Bild vom „Dornwald“.

Betrachten wir nun die einzelnen Strophen:

 

1. Strophe

Maria durch ein Dornwald ging. Kyrie eleison

Maria durch ein Dornwald ging,

der hat in sieben Jahren kein Laub getragen,

Jesus und Maria.

 

Ein Wald voller Dornensträucher, baumhoch. Da ist schwer durchzukommen. Auf Schritt und Tritt kann man hängen bleiben, sich wehtun. Die Dornen stechen, verletzen, fügen Wunden zu. Der Weg durch den Dornwald ist eine Herausforderung – für Maria und für uns.

 

Wer von uns kennt nicht die Erfahrungen, die hinter dem Bild vom „Dornwald“ stecken, oft bittere Erfahrungen?

Das Gestrüpp des Alltags, ein undurchdringlicher Wust. Man blickt kaum noch durch. Man kann sich verfangen, sich verlieren und sich verletzen. Spitze Dornen, Stacheln – Blicke, Worte – bös und gehässig – treffen, bleiben in der Haut stecken, verletzen, tun weh.

 

Der Dornwald – das ist auch unserer Welt mit all ihren Widersprüchlichkeiten, Widerständen und Grausamkeiten.

Der Dornwald – das ist wie im Märchen – die Dornhecke und steht für Isolation, Beziehungslosigkeit.

Der Dornwald – das sind die dunklen Stunden, die Stunden der Hilflosigkeit, der Ohnmacht, die Stunden der Angst.

 

Dann heißt es im Lied, dass dieser Dornwald sieben Jahre kein Laub getragen hat. Sieben Jahre keine Blüten, keine Blätter, keine Früchte. Sieben Jahre Siechtum, Elend, kein Leben, nichts Grünes, kein Erblühen mehr. Sieben Jahre abgestorben, vertrocknet, dürr, im Grunde genommen tot. Sieben Jahre lang! – Nach menschlichem Ermessen ist da nichts mehr zu erwarten. Die Situation ist hoffnungslos, aussichtslos, ganz trostlos.

 

Wie oft gibt es das auch in unserem Leben?

Tausend Gründe, um zu resignieren. Zeiten ohne Laub, Wüstenzeiten, Zeiten der Trockenheit, der Unfruchtbarkeit, das Gefühl der Leere, des Ausgebrannt-Sein. Solche Zeiten können einem wie eine Ewigkeit vorkommen.

 

Situationen, in denen nichts mehr zu machen ist. Nichts tut sich. Nichts geht voran. Es ist wie ein Treten auf der Stelle.

Situationen, in denen sich unser Lebensraum verdunkelt und uns Angst überkommt, Zukunftsangst, Existenzangst…

Situationen, in denen wir uns nicht mehr zurecht finden, ohne Orientierung sind, nicht mehr ein und aus wissen.

Situationen, wo wir vielleicht nur noch rufen können:

„Kyrie eleison – Herr erbarme dich!“

 

Das Adventslied zeigt uns, woran wir uns halten können. Maria zeigt es uns: an Gottes Erbarmen.

Maria, die genauso unterwegs ist im Dornwald der Welt wie wir, sie ist unser Schwester. Sie kennt das Leben. Es war auch für sie nicht immer ein Honigschlecken. Marias Leben war über weite Strecken ein geprüftes Leben.

Doch Maria ist nicht allein. Sie geht mit Jesus, der verborgen in ihr gegenwärtig ist. Jesus und Maria. Mit der Nennung der Namen dieser beiden endet die erste Strophe.

 

2. Strophe:

„Was trug Maria unter ihrem Herzen? Kyrie eleison

Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,

Das trug Maria unter ihrem Herzen.

Jesus und Maria.“

 

Die zweite Strophe beginnt mit einer rhetorischen Frage: „Was trug Maria unter ihrem Herzen?“

Die Blickrichtung ändert sich. Nicht mehr der dunkle Wald und mit ihm die Angst steht im Fokus, nicht mehr die spit­zen und harten Dornen, nicht mehr das Schmerzhafte und Wehtuende, auch nicht mehr das schon lange Abgestorbene, Vertrocknete und Tote.

 

Der Blick geht jetzt nach innen. Das Lied spricht vom Herzen und damit von der Mitte, vom Lebenszentrum.

Da im Innersten ist Neues verborgen. Da wächst neues Leben, von keinem Menschen erdacht und gemacht, neues Leben, das von Gott kommt, neues Leben, das schutzbedürftig ist, das behütet sein will.

 

Maria ist guter Hoffnung. Sie ist gesegneten Leibes.

Sie trägt den unter ihrem Herzen, den das Volk Israel seit langem ersehnt hat: den verheißenen Retter, Gottes ewiges Wort, den Immanuel, Gott mit uns.

 

Und wieder lässt das Adventslied das „Kyrie eleison“ erklingen. Denn das Neue, das in uns heranwächst, ist sehr verletzlich. Wir können es nicht aus eigener Kraft schützen. Es braucht die Kraft von oben. Es braucht den liebenden Beistand Gottes und das liebende Du des Nächsten.

 

„Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,

das trug Maria unter ihrem Herzen.“

 

Maria geht nicht einsam durch den Wald. Sie geht nicht im inneren Alleingang. Sie geht mit Jesus. Jesus ist ihr ganz nahe. Jesus in ihr. Der Apostel Paulus sagt später: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir!“ Und Edith Stein betet: „Du näher mir als ich mir selbst, innerer als mein Innerstes.“

Ein Meditationswort lautet: „Du in mir und ich in dir.“

In Maria können wir uns selber sehen. Wir können – wie Sie – Jesus im Herzen haben.

Von Angelus Silesius stammt das berühmte und viel zitierte Wort: „Wär Christus tausendmal in Betlehem geboren und nicht in dir, du wärst noch ewiglich verloren.“

 

Über eine Aussage im Lied bin ich schon öfters gestolpert und verstehe sie bis heute nicht richtig.

Im Lied heißt es nämlich, dass Maria das Kindlein „ohne Schmerzen“ trug. Doch jede Schwangerschaft, jede Geburt ist mit Schmerzen verbunden, oder? Das wissen die Mütter unter Ihnen besser als ich.

Schon zu Eva, der Mutter aller Lebendigen, sagt Gott, dass sie viele Mühsale haben wird, so oft sie schwanger wird und dass sie unter Schmerzen Kinder gebären wird (Gen 3, 16).

 

Oder ist das „ohne Schmerzen“ auf das Kindlein unter ihrem Herzen bezogen, das da gut aufgehoben und geborgen ist, wohlbehütet und beschützt, so dass keine Dornen ihm etwas anhaben können?

 

Marias Kind aber, das Gotteskind, das sie im Lied durch den harten Dornwald trägt, es wird in Armut geboren, es wird in einem harten Futtertrog liegen. Seine Eltern werden mit ihm Hals über Kopf auf die Straße müssen, über die Grenze, Asyl suchen in einem fremden Land.

Der Greise Simeon wird der Mutter weissagen: „Auch deine Seele wird ein Schwert durchbohren.“ Und den Zwölfjährigen, der sich selbständig macht, den Maria und Josef drei Tage in Jerusalem suchen, wird seine Mutter fragen “Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Schmerzen gesucht.“

Und wenn Jesus groß ist wird er einmal selber eine Dornenkrone tragen und es werden ihm die furchtbaren Wunden der Geißelung zugefügt. Und dann wird Maria mit ihm fühlen und mit ihm leiden. Und als schmerzhafte Mutter wird sie unter seinem Kreuz stehen. Maria, die Mater dolorosa.

Jetzt trägt sie das Kindlein unter ihrem Herzen, dann liegt der tote Sohn auf ihrem Schoß. Maria, die Pieta.

 

„Jesus und Maria“. So klingt auch die zweite Strophe aus, mit diesem Ruf, der wie ein Gebet ist, mit der Anrufung des heiligsten Namens Jesu und dem von seiner Mutter Maria.

 

3. Strophe

„Da haben die Dornen Rosen getragen,

Kyrie eleison.

Als das Kindlein durch den Wald getragen,

da haben die Dornen Rosen getragen.

Jesus und Maria.“

 

Es gibt keine Rosen ohne Dornen. Es gibt kein Leben ohne Wunden. Es gibt kein Leben ohne Leid. Aber es gibt nicht nur die Dornen, es gibt auch die Rosen. Es gibt nicht nur das Dunkel, es gibt auch das Licht. Es gibt nicht nur den Schmerz, es gibt auch die Freude. Es gibt nicht nur den Hass, es gibt auch die Liebe. Es gibt nicht nur den Streit, es gibt auch die Versöhnung und den Frieden. Es gibt nicht nur das, was wir bedauern und betrauern. Es gibt auch das Frohe und Helle, das Schöne und das Gute.

 

Die Frage ist, ob wir es sehen, ob wir es wahrnehmen? Können wir uns noch freuen darüber? Können wir noch danken dafür? Oder ist es für uns selbstverständlich. Können wir vielleicht besser jammern und lamentieren als uns freuen und danken? Denken wir zu destruktiv? Sehen wir alles negativ?

 

Bewahren wir uns einen Blick für die Rosen!

Das ist heilsam, das tut gut. Das stärkt und gibt Kraft.

Das ist Balsam für die Seele. „Die Seele nährt sich an dem, worüber sie sich freut“, sagt der hl. Augustinus.

 

Als das Kindlein durch den Wald getragen,

da haben die Dornen Rosen getragen.

 

Als Maria hindurchgeht durch die Dornen – das noch ungeborene Jesuskind unter ihrem Herzen – da beginnt es im dürren, düsteren Wald zu blühen. Die Dornen blühen, und zwar nicht nur ein paar zaghafte Blättchen, der Dornwald blüht.

„Da haben die Dornen Rosen getragen.“

Es heißt im Text nicht: Da sind die Dornen zu Rosen geworden. Es ist nicht wie beim Rosenwunder, das von der heiligen Elisabeth berichtet wird, wo das Brot, das sie den Armen bringt, sich in Rosen verwandelt. Die Dornen bleiben Dornen. Die Dornen bleiben. Sie werden nicht weggeschnitten, nicht weggehauen. Aber da sind auch die Rosen. Die Dornen tragen Rosen! Mitten und zwischen den Dornen blühen Rosen.

 

Als das Kindlein durch den Wald getragen,

da haben die Dornen Rosen getragen.

 

Wo Jesus hinkommt, da beginnt die Zeit der Rosen.

Wo Jesu hinkommt, das wandelt sich Finsternis in Licht, Trauer in Freude, Tot in Leben. Die Begegnung mit Jesus lässt heil werden an Leib und Seele. Das war beim blinden Bettler Bartimäus so, dem Jesu das Augenlicht schenkt. Das war beim Synagogenvorsteher Jairus so, der um sein todkrankes Töchterchen bangt. Das war bei der Mutter von Naim so, der Jesus ihren Sohn lebendig zurückgibt. Und Jesus selber bleibt nicht im Tod. Bosheit, Gewalt und Tod haben nicht das letzte Wort.

In einem neuen Gotteslob-Osterlied heißt es: „Christus lebt, mit ihm auch ich. Tod, wo sind nun deine Schrecken?“

 

Und fast spöttisch triumphierend schreibt Paulus an die Korinther: „Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel“ (1 Kor 15, 54f).

 

Wer mit Jesu in Berührung kommt, lebt auf.

Das war bei der 12 Jahre lang blutflüssigen Frau so, bei der gekrümmten Frau, bei der Sünderin im Haus des Pharisäers Simon, beim Gelähmten, den seine Freunde mit der Tragbahre zu Jesus bringen, beim Taubstummen, beim Mann mit der verdorrten Hand, den Jesus am Sabbat heilt.

 

„Wer mit Jesus in Berührung kommt, lebt auf.

Wer ihm wirklich begegnet, der spürt das Wunder der Verwandlung: der bleibt nicht blind, sondern sieht sein Leben in einem anderen Licht; der bleibt nicht taub, sondern hört plötzlich auch die leisen und bittenden Töne in seiner Umgebung; der bleibt nicht stumm, sondern wird mündig und macht den Mund auf, wo Gerechtigkeit und Wahrheit auf dem Spiel stehen. Wenn wir mit der Botschaft Jesu im Herzen zu den Menschen gehen, dann beginnt dort, wo die anderen nur Dornen sehen, schon die Zeit der Rosen.“ (W. Raible)

 

„Maria durch ein Dornwald ging“: ein Lied der Verheißung, ein Lied der Hoffnung, ein Lied, das Zuversicht schenkt. Denn es rechnet damit, dass Unmögliches möglich wird. „Für Gott ist nichts unmöglich.“

Da sind vielleicht auch in meinem Leben Möglichkeiten, an die ich noch gar nicht gedacht habe; Perspektiven, die mir noch gar nicht in den Blick gekommen sind; Frohes, Helles, das ich noch gar nicht wahrgenommen habe.

 

Alfred Delp schreibt aus der Nazihaft:

„Wir können dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern weil Gott es mit uns lebt.“

 

Voll Vertrauen singen wir auch in der dritten Strophe:

„Kyrie eleison – Herr, erbarme dich“

Darin drückt sich Erwartung aus, Erwartung und Hoffnung.

Herr, erbarme dich, erbarme dich über uns und über die ganze Welt! Auf Gottes Zuwendung, auf seine Hilfe, auf sein liebevolles Erbarmen sind und bleiben wir immer angewiesen.

 

Wie schon die Strophen zuvor, so endet auch die dritte mit der Anrufung der Namen „Jesus und Maria“.

Die Nennung der beiden Namen kann zum Herzensgebt werden und die Gewissheit stärken, dass Gott da ist und alle Wege mit uns geht, die Gewissheit auch, dass uns nichts trennen kann von seiner Liebe.

 

„Komme, was mag – Gott ist mächtig!

Wenn unsere Tage dunkel sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große segnende Kraft gibt, die Gott heißt. – Gott kann Wege aus der Ausweglosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln, zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.“ (M. L. King)

 

Gebet:

Herr, unser Gott,

du hast die Dornen erschaffen und die Rosen.

Du kennst das Leid und den Schmerz,

die Freude und die Schönheit.

Du begleitest uns durch die dunklen Nächte unserer Not

und schenkst uns Zeichen der Hoffnung und Erfüllung.

In Christus bist du Mensch geworden

und erträgst, was Menschen ertragen müssen.

In schweren und dornenreichen Zeiten

blüht deine Liebe auf zu einem neuen Leben.

Deshalb vertrauen wir uns dir an

mit unseren Hoffnungen und Ängsten,

in Traurigkeit und Freude.

Amen.

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