Exerzitien mit P. Pius

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Der Sturm auf dem See

(Predigtgedanken zum 12. Sonntag - Lesejahr B; Mk 4, 35 - 41)

 

Wir sind unterwegs, dahin mitzugehen, wohin der Herr selbst kommen will.

Das meint Sendung:

Gehen, wohin ER die Richtung angibt.

Mit Jesus ins Boot steigen. Einsteigen, wo er einsteigt. Gehen, wohin ER geht.

 

Das bedeutet oft eine Überfahrt, eine Fahrt vom Ufer des Bekannten zum Ufer des Unbekannten... Ungewissheit, Wagnis....

 

Überfahrt in Neues hinein. Bekanntes zurücklassen, Neuland begehen, „Nehmt Neuland unter die Füße!“

 

Und es heißt: „Sie fuhren ab“, die Jünger und Jüngerinnen lassen sich darauf ein. Sie hören auf sein Wort. Sie folgen seiner Weisung.

Er mit ihnen, sie mit ihm...

 

Sie lassen sich ein auf die Fahrt mit Jesus.

Und kommen in Krise. Sie kommen in große Gefahr. Es geht um Leben und Tod.

 

Der Weg mit IHM führt uns in Zerreißproben, in Situationen, wo es den Boden unter den Füßen wegzieht, wo es uns -manchmal wie aus heiterem Himmel - durcheinanderwirft, wie im Wirbelsturm.

 

Es geht drunter und drüber, Turbulenzen, totales Chaos um uns und in uns.

Alles Wehren, alles Kämpfen nützt nichts. Die Bedrohung ist riesig.

Existenznot, Existenzangst: „Meister, wir gehen zugrunde.“

 

Die Krise ist auch eine Gnade.

Sie erinnern sich des gegenwärtigen Herrn, der wie schlafend da ist. Sie treten in seine Nähe. Sie schreien nach dem Einzigen, der jetzt noch helfen kann.

 

Sie wecken ihn auf. Sie wecken gleichsam diesen Christus, der auf ihrem Grunde anwesend ist, auf...

 

Und erfahren, dass ER auf der Stelle aufsteht und sich als Herr über die bedrohlichen Gewalten und Mächte erweist.

 

Sie erfahren augenblicklich die Wirkung seines machtvollen Wortes. Durch sein machtvolles Tun tritt Stille ein, Ruhe, Frieden.

 

„Habt ihr noch keinen Glauben?“

Das ist die Frage inmitten dieses Geschehens.

Kein Vorwurf, aber die Frage nach dem Glauben.

 

Das ist die Frage an uns:

Wo ist euer Glaube? Wo ist mein Glaube in den Turbulenzen, Spannungen und Zerreißproben meines Lebens, meines äußeren Lebens, meines inneren Lebens?

 

Die Jünger haben keine Antwort. Stattdessen stellt sich ihnen eine Frage: „Was ist das für ein Mensch?“

 

Wenn der bei mir ist, dem sogar der Wind und der See gehorchen:

„Vor wem sollte ich mich dann fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens.“ (vgl. Ps 27)

 

„Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht.

Ich fürchte kein Unheil. Du bist bei mir.“ (Ps 23)

 

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